Schimmelpilz-Toxine in verarbeiteten Tomatensaucen
NewsDas Kantonale Laboratorium hat 25 Tomatensaucen auf Alternaria-Toxine (Schimmelpilz-Toxine) und Kennzeichnung untersucht. Bei einer Probe (vier Prozent) war der Gehalt an Alternaria-Toxinen so hoch, dass eine Beanstandung ausgesprochen wurde.
Alternaria sind Schimmelpilze (Schwärzepilze), die Tomaten oder Paprika befallen können. Je nach Art können die Pilze Alternaria-Toxine bilden, welche Lebensmittel verderben können. Die Untersuchung der verarbeiteten Tomaten- und Paprikaprodukte gibt Aufschluss über die eingesetzten Rohmaterialien. Bei Verwendung von schimmliger Rohware sind erhöhte Werte der Alternaria-Toxine zu erwarten.
Bei acht Detailhändlern wurden insgesamt 25 Tomatensaucen erhoben. Als Produktionsland wurde Italien, Schweiz, Spanien, Österreich, Niederlande oder Türkei angegeben. Die Herkunft bezieht sich auf das fertige Produkt und nicht zwingend auf das Anbauland der Tomaten. Somit kann ein Produkt mit der Angabe der Herkunft Schweiz auch mit Tomaten aus bspw. Italien hergestellt worden sein.
In sechs der 25 Proben wurden Alternariol-, Alternariolmonomethylether- oder Tenuazonsäurekonzentrationen Konzentrationen über 50% des Richtwertes nachgewiesen. Aber nur in einem Produkt wurden mit 90 μg/kg Alternariol, 27 μg/kg Alternariolmonomethylether und 1‘490 μg/kg Tenuazonsäure Richtwerte überschritten. Die Untersuchung dieses Produktes führte aufgrund der starken Belastung mit Alternaria-Toxinen zur Beanstandung.
Die grosse Mehrheit der Produkte lieferte keinen Anlass für eine Beanstandung. Das eine Produkt mit der Richtwertüberschreitung weist aber darauf hin, dass nicht immer einwandfreie Waren verarbeitet werden und somit die gute Verfahrenspraxis nicht eingehalten wird. Die Kampagne wird zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden, um die Situation neu zu beurteilen.
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