Direkt zum Inhalt springen

Breadcrumb-Navigation

Untersuchungen von Babymilch auf Cereulid

News

Das Kantonale Laboratorium hat in den ersten Monaten des Jahres 58 Proben von «Schoppenpulver» auf Cereulid untersucht. Im Zusammenhang mit einer in den Medien und der Öffentlichkeit intensiv thematisierten Verunreinigung von Säuglingsanfangs- und Folgemilch mit Cereulid kontrollierte das Kantonale Laboratorium den Markt, überwachte Rückrufe und analysierte Verdachtsproben. Lediglich drei Verdachtsproben aus bereits zurückgerufenen Chargen wiesen relevante Mengen des Toxins auf.

Ende Dezember 2025 stellte der erste Hersteller von Säuglingsnahrung fest, dass Produkte über die Zutat «Ara-Öl» mit Cereulid verunreinigt waren. Cereulid ist ein Toxin, das von der Bakterienart Bacillus cereus gebildet werden kann und bei Aufnahme Erbrechen verursacht. Kurz darauf zeigte sich, dass das verunreinigte Öl weit verbreitet war, was zu zahlreichen Rückrufen führte. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) organisierte daraufhin eine Möglichkeit für verunsicherte Konsumentinnen und Konsumenten, Proben einzusenden, wenn der Verdacht bestand, dass ihr Kind Symptome einer Cereulid-Intoxikation zeigte.

Bei mehreren Detailhändlern hat das Kantonale Laboratorium insgesamt 30 Produkte von Säuglingsnahrung erhoben. Zusätzlich gingen nach Absprache mit dem BLV 24 Verdachtsproben von Säuglingsanfangs- und Folgemilch beim Kantonalen Laboratorium zur Untersuchung auf Cereulid ein. Weitere vier Proben bereits zurückgerufener Produkte wurden vor der Vernichtung sichergestellt und ebenfalls analysiert.

In drei der Verdachtsproben wurden relevante Cereulidgehalte nachgewiesen. Die gemessenen Werte lagen bis zum Zehnfachen über dem Schwellenwert für Säuglingsanfangsnahrung. Dabei handelte es sich ausschliesslich um Chargen, die bereits zurückgerufen worden waren, weshalb keine weiteren Massnahmen erforderlich waren. In allen übrigen Proben – einschliesslich weiterer zurückgerufener Produkte – konnten keine relevanten Mengen an Cereulid nachgewiesen werden.

Das Kantonale Laboratorium überwachte zudem die Umsetzung der Rückrufe im Verkauf. Insgesamt wurden die Rückrufmassnahmen der Hersteller gut umgesetzt. Nur in einem Geschäft konnte noch eine Packung eines der zurückgerufenen Produkte im Regal vorgefunden werden.

Inzwischen hat die Industrie das Problem behoben. Die aktuell im Handel befindlichen Produkte enthalten kein Cereulid mehr.

Weitere Auskünfte

Kantonales Laboratorium

Kannenfeldstrasse 2
4056 Basel

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag: 8.30 - 11.45 Uhr und 13.30 - 16.30 Uhr Freitag: 8.30 - 11.45 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr