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Wir vom ZBA Clara

News
Einblick ins Kollegium vom ZBA Clara

Wir arbeiten gerne hier, weil …
… im ZBA Entwicklung sichtbar ist. Jugendliche kommen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen zu uns und gehen mutiger und selbstständiger in eine berufliche Zukunft. Diesen Schritt mitzuerleben, motiviert uns jeden Tag. Im Zentrum steht neben schulischem Inhalt vor allem die gemeinsame Suche nach einem passenden beruflichen Weg. Wir begleiten die Jugendlichen eng, denken mit ihnen über ihre Möglichkeiten nach und unterstützen sie darin, realistische und stimmige Perspektiven zu entwickeln. So gelingt es, sie zu erreichen und sie in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Auch das Kollegium trägt wesentlich dazu bei, dass wir gerne hier arbeiten. Die Zusammenarbeit ist geprägt von Vielfalt, Erfahrung und gegenseitiger Unterstützung. Gleichzeitig schätzen wir die Freiräume, die es uns ermöglichen, flexibel auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen. 

Uns macht Sorgen, dass …
… die Anforderungen an die Jugendlichen steigen, während ihre Ausgangslage oft anspruchsvoll bleibt. Viele kommen mit grossen Herausforderungen zu uns, gleichzeitig erwartet die Berufswelt kontinuierlich hohe Leistungen. Diese Spannung beschäftigt uns. Auch das Tempo in der Gesellschaft und im Alltag nimmt spürbar zu. Digitale Medien, ständige Vergleiche und hohe Erwartungen verstärken den Druck auf die Jugendlichen und erschweren es ihnen, Orientierung zu finden. Auch wir stehen vor der Frage, wie wir in diesem Wandel wirksam bleiben und den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden können. Zudem beobachten wir, dass viele Jugendliche mit eingeschränkten Berufsvorstellungen zu uns kommen. Handwerkliche Berufe liegen oft ausserhalb ihrer Erfahrungswelt und werden früh ausgeschlossen, obwohl gerade dort wichtige Stärken liegen könnten. 

Unser Wunsch ist, dass …
… wir den Jugendlichen weiterhin gerecht werden können. Dafür braucht es Zeit, ausreichend Ressourcen und echte Chancengerechtigkeit. Mit flexiblen Rahmenbedingungen können wir die Jugendlichen individueller begleiten. Wenn dies notwendig ist, auch mal über längere Zeiträume hinweg.  Das ist zentral, da ihre Ausgangslagen so unterschiedlich sind.  Wir wünschen uns, dass alle Jugendlichen faire Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhalten und Betriebe offen bleiben für junge Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Ebenso wichtig ist, dass unsere Arbeit gesehen und ernst genommen wird. Die Anforderungen wachsen, sowohl fachlich als auch persönlich. Um darauf reagieren zu können, brauchen wir passende Betreuungsschlüssel und Entwicklungsmöglichkeiten. Ganz konkret wünschen wir uns auch besser nutzbaren Raum. Ungenutzte Flächen wie der Dachstock oder die leer stehende Hauswartswohnung bieten viel Potenzial für zukünftige Lern- und Arbeitsräume.

Zentrum für Brückenangebote, Standort Clara.
Am Gespräch teilgenommen haben die Lehrpersonen: Raphael Helfenberger, Valeria Meury, Sabriye Sancak, Hüseyin Ucmak und Claude Wyhl. 

Text: Maren Stotz, Foto: Grischa Schwank