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Wir von der International School Basel

News
Menschen in einem Gemeinschaftsraum mit Sofas und Wanddekoration.

Wir arbeiten gerne hier, weil …
… unsere Schule ein Ort ist, an dem Menschen aus der ganzen Welt zusammenkommen. Das gilt für die Kinder genauso wie für uns Lehrpersonen. Viele von uns sind selbst viel gereist, haben als Kinder die Schule gewechselt oder neue Sprachen gelernt. Wir können deshalb gut nachvollziehen, was unsere Kinder erleben. Sie verbringen lange Tage bei uns und fühlen sich hier wie in einer Familie. Ein klarer Tagesablauf gibt ihnen Sicherheit. Gleichzeitig bietet uns der Unterricht viel pädagogischen Gestaltungsspielraum. Wir unterrichten fast alle Fächer selbst und können sie miteinander verbinden. Auch die Zweisprachigkeit gehört zu unserem Alltag: Im Rahmen unseres bilingualen Programms unterrichten wir eine Woche auf Deutsch, die nächste auf Englisch. Viele Kinder lernen Deutsch erst bei uns und sprechen einfach drauflos. Man versucht es einfach. Und auch wir im Kollegium lernen voneinander. Niemand ist auf sich allein gestellt. Unsere Türen stehen offen, und wir tauschen uns aus.

Uns macht Sorgen, dass …
… Kinder immer mehr daran gewöhnt sind, dass alles sofort passiert. Ein Klick, und schon kommt die nächste Information oder Unterhaltung. Das merken wir auch bei den ganz Kleinen. Warten, Geduld haben oder sich auch einmal langweilen, fällt manchen schwer. Wenn nicht sofort eine Antwort kommt, ist schnell die Frage da: Was mache ich jetzt? Deshalb versuchen wir in der Schule bewusst, einen Gegenpol zu schaffen. Wir wollen nicht ständig iPads und Laptops einsetzen. Die Kinder hier sind alle drei bis elf Jahre alt. Sie sollen spielen, draussen sein, kreativ werden und lernen, dass nicht immer alles sofort passieren muss. Gerade bei den Kleinen nehmen wir uns viel Zeit. Die Kinder sollen sich sicher und wohl fühlen und lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen. Was mache ich, wenn ich aufgeregt oder traurig bin? Was kann ich selbst tun? Diese Grundlagen sind für uns wichtig.

Unser Wunsch ist, dass …
… die Kinder ihre Freude am Lernen behalten und respektvoll miteinander umgehen. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen und erleben bei uns jeden Tag, wie wichtig das Miteinander ist. Diese Offenheit und diesen Respekt sollen sie mitnehmen, wenn sie unsere Schule verlassen. Und wir wünschen uns, dass das, was die Kinder bei uns lernen, ausserhalb der Schule weitergeht. Gerade bei der Sprache ist das wichtig. Es ist schön zu sehen, wie stolz sie sind, wenn sie im Sportverein, mit den Nachbarn oder beim Kinderarzt plötzlich Deutsch sprechen. Eltern, die selbst kein Deutsch sprechen, können es manchmal kaum glauben. Unser Wunsch ist, dass bei den Kindern diese Freude an der Sprache und am Lernen auch nach der Schule weitergeht.

International School Basel, Campus in Aesch. 
Am Gespräch teilgenommen haben drei Lehrpersonen der Junior School (Schulkinder im Alter von 3 bis 11 Jahren): Gita Korde, Alma Tadzic und Anna Dawkins. 

Text: Tamara Funck, Foto: Grischa Schwank