Zahlreiche Verkaufsverbote bei Kinderkosmetika
NewsDas Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat Kinderkosmetika auf Konservierungsmittel, Farbmittel und Verunreinigungen kontrolliert. Die Beanstandungsrate ist hoch und für neun der 23 Produkte wurde ein Verkaufsverbot ausgesprochen.
Auf Grund der Ergebnisse der letzten Jahre hat das Kantonale Laboratorium praktisch ausschliesslich Kosmetik-Sets für Kinder erhoben. In Schweizer Internetshops sowie im Detailhandel und bei Importeuren der Kantone Aargau und Basel-Stadt wurden vier Einzelproben und 19 Sets erhoben. Die Produkte eignen sich durch ihre Aufmachung als Geschenke. Viele Produkte werden auch als Spielzeug eingestuft und sind mit den vorgeschriebenen Warnhinweisen versehen. Mit wenigen Ausnahmen wurden die Produkte in China hergestellt, was typisch für Spielwaren, aber unüblich für Kosmetika ist.
Von den 23 risikobasiert erhobenen Produkten hat das Kantonale Laboratorium deren 13 (57%) beanstandet. Für neun Produkte (39%) mit unerlaubten Stoffen wurde ein Verkaufsverbot und wo nötig ein Rückruf ausgesprochen.
Das Kantonale Laboratorium hat bei Farbmitteln, Konservierungsmitteln, Nitrosaminen, Alkanolaminen sowie Form- und Acetaldehyd Nicht-Konformitäten feststellen können. Ausserdem war häufig zu beanstanden, dass die Kennzeichnung nicht den Inhaltsstoffen entsprach. Sicherheitsbewertungen können wichtige Erkenntnisse zu Kosmetika liefern. Wenn gravierende Unterschiede zwischen deklarierten und tatsächlich enthaltenen Stoffen vorliegen, sind diese Dokumente jedoch weitgehend wertlos.
Die rechtliche Konformität bei Kinderkosmetik ist deutlich schlechter als bei Produkten für Erwachsene, und es befinden sich immer noch zu viele Produkte auf dem Markt, welche die rechtlichen Anforderungen nicht erfüllen. Einige Hersteller haben sich über die Jahre aus dem Geschäft zurückgezogen. Solange eine Nachfrage besteht, füllen neue Firmen jedoch die entstandene Marktlücke.
Auf Grund der hohen Beanstandungsrate drängen sich in Zukunft weitere Kontrollen auf.