Eichenprozessionsspinner
In der Region Basel gibt es jedes Jahr einzelne Fälle von Bäumen, die vom Eichenprozessionsspinner befallen werden.

Bekämpfung und Schutz
Die Raupen des einheimischen Eichenprozessionsspinners durchlaufen sechs Larvenstadien und besitzen ab dem 3. Larvenstadium Brennhaare, die bei Hautkontakt oder Einatmen starke allergische Reaktionen auslösen können. Je nach Standort sollten befallene Bäume abgesperrt und deutlich gekennzeichnet werden, um Menschen und Tiere zu schützen. Die Entfernung der Gespinstnester darf ausschliesslich durch entsprechend ausgebildete Fachpersonen erfolgen.
Befallsverdacht melden
Das Auftreten des Eichenprozessionsspinners soll den zuständigen kantonalen Stellen, dem Pflanzenschutzdienst Basel-Stadt oder der Stadtgärtnerei gemeldet werden. Beim Auftreten im Wald melden Sie dies bitte dem Waldschutzbeauftragen afww@bl.ch oder den zuständigen örtlichen Forstdiensten.
So schützen Sie sich
- Meiden Sie befallene Bereiche.
- Keine Raupen und Nester berühren.
- Halten Sie Abstand zu verlassenen Nestern, da Brennhaare dort über Monate verbleiben können.
- Tragen Sie möglichst lange Kleidung, um unbedeckte Haut zu schützen.
- Lassen Sie Bekämpfungsmassnahmen an befallenen Eichen ausschliesslich von Fachpersonen durchführen.
Nach einem Kontakt
- Bei Verdacht auf einen allergischen Schock sofort den Notruf 144 wählen.
- Duschen Sie möglichst umgehend, waschen Sie die Haare und reinigen Sie getragene Kleidung bei mindestens 60 °C.
- Reinigen Sie auch die getragenen Schuhe.
- Entfernen Sie anhaftende Brennhaare vorsichtig mit Klebeband.
- Vermeiden Sie Kratzen oder Reiben der betroffenen Hautstellen.
- Spülen Sie bei Augenkontakt das Auge mit kaltem Wasser und lassen Sie es augenärztlich untersuchen.
- Halten Sie insbesondere Kinder von befallenen Bereichen fern
Bei allergischen Beschwerden
Treten nach Kontakt mit Brennhaaren allergische Symptome auf, wird empfohlen, eine Hausärztin, einen Hausarzt oder eine Allergologin bzw. einen Allergologen aufzusuchen. Weitere Informationen bietet das aha! Allergiezentrum Schweiz (www.aha.ch, aha!infoline: +41 31 359 90 50).
Besonders gefährdet sind Erholungssuchende in Wäldern, Parks und an Rastplätzen sowie Besucherinnen und Besucher von Sportanlagen, Schwimmbädern, Spielplätzen und Campingplätzen. Auch Eigentümerinnen und Eigentümer von Eichen sowie Personen, die in befallenen Waldgebieten arbeiten, sollten besondere Vorsicht walten lassen.