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Prix Velo: Basel belegt erneut Platz 3 unter den Schweizer Grossstädten

Medienmitteilung

Bau- und Verkehrsdepartement

Basel schafft es beim Ranking von Pro Velo erneut in die Top 3 der velofreundlichen Schweizer Grossstädte. Die Basler Velofahrenden bewerten das Wegnetz grundsätzlich als gut, der Komfort sowie die Verkehrssicherheit erhalten hingegen ungenügende Noten. Vor allem an grossen Kreuzungen fühlen sich viele Velofahrende unsicher. Die Auszeichnung ist für Basel Bestätigung und Ansporn zugleich: Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen und mehr Menschen zum Velofahren zu motivieren, muss der Kanton die Veloinfrastruktur sicher, komfortabel und durchgängig ausbauen.

Alle vier Jahre vergibt der Verband Pro Velo die Auszeichnung «Prix Velo» in verschiedenen Kategorien. In einer schweizweiten Online-Umfrage konnten Velofahrende die Velosituation in ihrer jeweiligen Stadt beurteilen. In der Stadt Basel haben 2025 über 1'600 Personen an der Umfrage teilgenommen. Auf einer Skala von 1 bis 6 haben sie die generelle Aussage «Ich kann hier gut Velo fahren» mit einer Durchschnittsnote von 4.7 bewertet, das ist leicht besser als bei der letzten Befragung (Note 4.6). Im Durchschnitt über alle abgefragten Kategorien geben die Velofahrenden der Velosituation in der Stadt Basel unverändert die Note 4.0. Basel erreicht damit den dritten Platz auf der Rangliste der Grossstädte, deutlich hinter Winterthur und Bern, aber ebenso deutlich vor Zürich, Lausanne und Genf.
 

Gute Erreichbarkeit, aber viele gefährliche Kreuzungen
Ein Blick in die detaillierten Resultate zeigt die Stärken der Basler Veloinfrastruktur: Velofahrende dürfen Einbahnstrassen in der Regel auch in der Gegenrichtung befahren, es gibt wenig Konflikte mit Fussgängerinnen und Fussgängern und die Ziele sind grundsätzlich direkt und zügig erreichbar. Zu den Schwächen zählen die Teilnehmenden hingegen die Vielzahl an gefährlichen Orten und Kreuzungen, eine mangelnde Rücksichtnahme von E-Bike-Fahrenden sowie fehlende bequeme Umfahrungen von Baustellen – und davon gibt es aufgrund des Fernwärmeausbaus in Basel aktuell besonders viele. Ebenfalls kritisch beurteilt werden der mangelnde Überholabstand von E-Bike- und Autofahrenden gegenüber den Velofahrenden sowie das zu kleine Veloabstellplatzangebot insbesondere an den Bahnhöfen.
 

Innerhalb des letzten Jahres sind in Basel rund 15% der befragten Velofahrenden verunfallt. Ebenfalls je rund 15% gaben an, dass sie von einem Velodiebstahl oder von Velo-Vandalismus betroffen waren. In allen drei Kategorien steht Basel damit deutlich schlechter da als der schweizerische Durchschnitt.
 

Verzicht aufs Velofahren aus Angst
Ergänzend zur Online-Befragung der Velofahrenden hat das Forschungsinstitut gfs.Bern in verschiedenen Städten auch eine repräsentative Bevölkerungsbefragung durchgeführt. Die Resultate zeigen unter anderem, warum auch in Basel viele Menschen das Velo nicht oder nur selten benutzen: Viele sind lieber mit dem gut ausgebauten öffentlichen Verkehr unterwegs oder lassen das Velo aus Angst vor Stürzen oder einem Velodiebstahl zu Hause stehen. Sowohl die Angst vor Stürzen als auch die Angst vor Diebstahl haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Auch in der Befragung von gfs.Bern bemängelten viele Velofahrende gefährliche Kreuzungen: 62% gaben an, Umwege in Kauf zu nehmen, um gefährliche Kreuzungen zu vermeiden. Auch von den selten oder nie velofahrenden Personen geben 60% an, dass es zu viele grosse und gefährliche Kreuzungen gibt.
 

Weiterer Ausbau der Veloverbindungen notwendig
Um die ambitionierten Klimaziele des Kantons zu erreichen, soll der Veloverkehr in Zukunft weiter zunehmen. Die Veloinfrastruktur soll so ausgebaut werden, dass möglichst alle sicher und komfortabel von A nach B gelangen können und folglich vermehrt mit dem Velo unterwegs sind. Das forderte die Basler Stimmbevölkerung auch mit der Annahme des Gegenvorschlags zur kantonalen Initiative für sichere Velorouten. Die Basler Regierung hat gestern den überarbeiteten Teilrichtplan Velo in die öffentliche Vernehmlassung gegeben: In den kommenden Jahren soll Basel ein durchgängiges, sicheres und komfortables Veloroutennetz erhalten. Ein besonderes Augenmerk muss dabei auf der sicheren Veloführung über grosse Kreuzungen liegen. Entscheidend ist zudem ein genügendes Angebot an diebstahlsicheren Abstellmöglichkeiten.

Hinweise

Siehe auch Medienmitteilung von ProVelo zum PrixVelo und Medienmitteilung der Basler Regierung vom 6. Mai 2026 zum Start der Vernehmlassung des Teilrichtplans Velo.

Weitere Auskünfte

Medienstelle Bau- und Verkehrsdepartement

Bau- und Verkehrsdepartement

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