Nationale Woche gegen Foodwaste vom 12. bis 20. September 2026
MedienmitteilungDepartement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt
Vom 12. bis 20. September 2026 findet in der Schweiz erstmals die Nationale Woche gegen Food Waste statt. Über 40 Organisationen - Unternehmen, NGOs und die öffentliche Hand - setzen gemeinsam ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung. Das Ziel: die Bevölkerung zum Handeln aktivieren. Denn würden Schweizer Haushalte nur eine Woche lang keine Lebensmittel wegwerfen, könnten rund 30 Millionen Mahlzeiten gerettet werden.
In Schweizer Privathaushalten werden pro Person jedes Jahr durchschnittlich rund 80 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Ein grosser Teil davon liesse sich mit einfachen Veränderungen im Alltag vermeiden. Genau hier setzt die erste Nationale Woche gegen Food Waste an: Unter dem gemeinsamen Motto «Mach mehr draus» und einem verbindenden Logo setzen die Partnerorganisationen eigene Aktivitäten um. So entsteht aus vielen unterschiedlichen Beiträgen eine schweizweite Bewegung, die die Bevölkerung zum Mitmachen motiviert.
Food Waste betrifft uns alle – und alle können etwas verändern
Food Waste gehört zu den Umweltherausforderungen, bei denen jede und jeder unmittelbar handeln kann. Bereits kleine Anpassungen beispielsweise beim Einkaufen, Lagern und Kochen helfen, Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Food Waste ist nicht nur eine Frage der Wertschätzung, sondern auch ein relevantes Umweltproblem. Lebensmittelverluste verursachen rund 25 Prozent der Umweltbelastung unserer Ernährung – etwa halb so viel wie der gesamte motorisierte Individualverkehr in der Schweiz. Gleichzeitig hat sich die Schweiz im Rahmen der Agenda 2030 verpflichtet, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren.
Gemeinsam Veränderung anstossen
Das Ziel der Halbierung ist anspruchsvoll. Studien zeigen jedoch, dass viele Menschen bereit sind, ihr Verhalten anzupassen. Häufig fehlen konkrete Informationen, alltagstaugliche Handlungsmöglichkeiten oder schlicht ein Anstoss, Lebensmittel bewusster zu nutzen. Genau hier setzt die Nationale Woche gegen Food Waste an.
Weshalb auch der Kanton Basel-Stadt mitmacht
Das Vermeiden von Lebensmittelabfällen ist ein zentrales Ziel der langfristigen Abfall- und Ressourcenplanung der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Die vom Regierungsrat im Jahr 2024 beschlossene Strategie Nachhaltige Ernährung Basel-Stadt 2030 verfolgt zudem das Ziel, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Mit der Teilnahme an der ersten Nationalen Woche gegen Food Waste im September 2026 macht der Kanton Basel-Stadt auf konkrete Möglichkeiten aufmerksam, Lebensmittelverschwendung im Alltag zu reduzieren. Dafür werden verschiedene Aktivitäten für unterschiedliche Zielgruppen angeboten:
- Ausstellung: Vom 9. bis am 18. September 2026 wird in der Markthalle die interaktive Ausstellung «Mindestens haltbar bis – kein Grund zum Wegwerfen» gezeigt. Sie vermittelt, wie Haltbarkeitsdaten richtig interpretiert werden – ein wichtiger Hebel gegen Food Waste, denn rund 20 Prozent der Lebensmittelabfälle in Schweizer Haushalten gehen auf Missverständnisse rund um die Datumsangaben zurück. Der Eintritt ist frei. Gruppen und Schulklassen können kostenlose Führungen buchen.
- Workshop: Gemeinsam mit der WERT!stätte können Gruppen und Schulklassen Lebensmittel verarbeiten, die sonst im Abfall landen würden.
- Lager-Challenge: Der Kanton Basel-Stadt unterstützt die «Restlos geniessen Challenge 2026», bei der Schul- und Freizeitlager täglich erfassen, wie viele Lebensmittel entsorgt werden. Das Lager mit dem geringsten Food Waste gewinnt.
- Projekt «Aufgabeln!»: Ab dem 31. August 2026 messen Teilnehmende in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt sowie in den Städten Bern und Zürich während zwei Wochen ihren Food Waste. Wer bei «Aufgabeln!» mitmacht, erfährt sein Sparpotenzial und kann Einkaufsgutscheine gewinnen.