Deepfakes, Drogen und digitale Abwehr: IRM Vortragsreihe im Herbst 2026
NewsDas Institut für Rechtsmedizin der Universität Basel lädt im Herbst 2026 zu drei öffentlichen Vorträgen ein. Das Programm spannt einen ungewöhnlichen Bogen: von der forensischen Herausforderung durch KI-generierte Inhalte über die Pharmakologie klassischer Psychedelika bis hin zur Frage, wie sich die digitale Gesellschaft gegen immer raffinierter werdende Cyberangriffe schützen kann.
Den Auftakt macht am 22. September 2026 Dr. Dominik Hänni, Leiter IT/Digitalisierung des Forensischen Instituts Zürich (FOR). In seinem Vortrag «Fakt, Fiktion, Algorithmus: Wenn KI zur Fälscherin und Forensikerin wird» zeigt er, wie generative KI täuschend echte Bilder, Stimmen und Dokumente erschafft – und was das für die Beweisführung in der modernen Forensik bedeutet. Gleichzeitig eröffnet dieselbe Technologie neue Wege, Manipulationen aufzudecken.
Am 13. Oktober 2026 spricht Dr. Severin Benjamin Vogt, Oberarzt für Klinische Pharmakologie und Toxikologie am Universitätsspital Basel, über ein Thema, das lange aus dem wissenschaftlichen Diskurs verschwunden war und heute neu aufgegriffen wird: In «Von LSD bis Meskalin: Pharmakologische Grundlagen psychedelischer Wirkstoffe» erklärt er, welche Mechanismen hinter den Wirkungen von Psilocybin, LSD oder DMT stecken, welche Risiken bekannt sind – und warum das medizinische Interesse daran grösser ist als seit Jahrzehnten.
Den Abschluss bildet am 17. November 2026 Sandra Lüthi, Dienstchefin Ermittlungsunterstützung bei der Polizei Kanton Solothurn. Ihr Vortrag «Von Bedrohung zu Verteidigung: Künstliche Intelligenz im Cyber-Sicherheitskontext» nimmt Social Engineering, KI-gestützte Angriffe und den wachsenden Einsatz von Deepfakes in der Kriminalität unter die Lupe – und zeigt, mit welchen konkreten Massnahmen sich Einzelpersonen wie auch Organisationen wirksam wappnen können.
Hinweise
Alle Vorträge finden jeweils dienstags von 16:15 bis 17:15 Uhr in der Bibliothek des Instituts für Rechtsmedizin, Pestalozzistrasse 22, 4056 Basel, statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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