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Internationaler Tag der sauberen Luft: 40 Jahre Luftreinhalte-Verordnung zeigen Wirkung

News

Seit vier Jahrzehnten sorgt die Luftreinhalte-Verordnung dafür, dass die Luft in der Schweiz zunehmend sauberer wird. Anlässlich des Internationalen Tags der sauberen Luft vom 7. September ziehen Bund und Kantone eine positive Bilanz: Die Schadstoffbelastung konnte markant reduziert werden. Auch in der Region Basel zeigt sich dieser Erfolg deutlich. Um die verbleibenden Belastungen durch Feinstaub, Ozon und Stickoxide weiter zu senken, sind jedoch weitere Massnahmen erforderlich.

Am 7. September wird weltweit der Internationale Tag der sauberen Luft begangen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diesen Tag ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung sauberer Luft für Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft aufmerksam zu machen. Gleichzeitig rückt in der Schweiz ein wichtiges Jubiläum in den Fokus: Vor 40 Jahren trat die Luftreinhalte-Verordnung (LRV) in Kraft. Sie bildet bis heute die Grundlage für den Schutz der Luftqualität und hat wesentlich dazu beigetragen, die Schadstoffbelastung in der Schweiz und in der Region Basel deutlich zu senken. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) würdigt das Jubiläum mit einer Webpublikation. Die Bilanz der vergangenen vier Jahrzehnte fällt positiv aus: Dank technischer Innovationen, verschärfter Vorschriften und deren konsequenter Umsetzung konnten die Emissionen zahlreicher Luftschadstoffe markant reduziert werden.

Deutliche Fortschritte, aber weiterhin Herausforderungen

Trotz der erzielten Fortschritte bleibt die Luftreinhaltung eine wichtige Aufgabe. In der Schweiz führen insbesondere Feinstaubbelastungen weiterhin zu erheblichen gesundheitlichen Folgen. Schätzungsweise 2'000 Menschen sterben jedes Jahr vorzeitig aufgrund der Belastung durch Feinstaub. Zudem belasten übermässige Stickstoffeinträge empfindliche Ökosysteme. Luftschadstoffe wie Feinstaub, Ozon, Stickoxide, flüchtige organische Verbindungen (VOC) und Ammoniak stellen nach wie vor Herausforderungen für Mensch und Umwelt dar.

Um diesen Belastungen zu begegnen, werden bestehende Massnahmen laufend weiterentwickelt. Dazu gehören moderne Holzfeuerungen, Abluftreinigungsanlagen in Industrie und Gewerbe, emissionsarme Geräte und Maschinen, die Elektrifizierung des Verkehrs sowie Massnahmen zur Reduktion von Reifen- und Bremsabrieb. Auch in der Landwirtschaft kommen zunehmend emissionsarme Techniken zum Einsatz. Viele dieser Massnahmen leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz.

Luftqualität in der Region Basel deutlich verbessert

Auch in der Region Basel hat sich die Luftqualität in den vergangenen Jahrzehnten markant verbessert. Die Belastung durch Schadstoffe wie Ozon, Feinstaub und Stickoxide wird an mehreren Messstationen kontinuierlich überwacht. Die Messdaten werden stündlich aktualisiert, aufbereitet und regelmässig ausgewertet. Die Jahresberichterstattung erfolgt gemeinsam mit den weiteren Nordwestschweizer Kantonen.

Der jüngste Jahresbericht zur Luftqualität in der Nordwestschweiz zeigt, dass die geltenden Grenzwerte heute grösstenteils eingehalten werden. Dieser Erfolg ist das Ergebnis langjähriger Anstrengungen von Behörden, Wirtschaft und Bevölkerung.

Mit dem gemeinsamen Luftreinhalteplan beider Basel aus dem Jahr 2024 haben die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft zusätzliche Massnahmen beschlossen, um die Luftqualität weiter zu verbessern. Dazu zählen unter anderem Optimierungen beim Betrieb von Holzfeuerungen sowie bauliche Anpassungen bei Stallanlagen zur Reduktion von Emissionen aus der Landwirtschaft.

Luftreinhaltung bleibt eine Daueraufgabe

Die Luftreinhalte-Verordnung wird regelmässig an neue wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Entwicklungen angepasst. Gleichzeitig bleibt die internationale Zusammenarbeit zentral, da Luftschadstoffe nicht an Landesgrenzen haltmachen.

Die Messungen der kommenden Jahre werden zeigen, welchen Beitrag die jüngsten Massnahmen zur weiteren Verringerung der Schadstoffbelastung leisten. Klar ist bereits heute: Die Erfahrungen der vergangenen 40 Jahre belegen, dass eine konsequente Luftreinhaltepolitik wirksam ist und wesentlich zum Schutz von Gesundheit, Umwelt und Lebensqualität beiträgt.

Weitere Auskünfte

Amt für Umwelt und Energie (AUE)

Spiegelgasse 15
4051 Basel

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Dienstag, Donnerstag:
08.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr