Wohnen in Basel

Basel ist das Zentrum des sogenannten Trinationalen Eurodistrikts Basel. Knapp 900 000 Menschen wohnen in dieser Region, die die Grenzregionen der Schweiz, Frankreichs und Deutschlands umfasst – rund ein Viertel von ihnen wohnt in der Stadt selbst. Im Kanton Basel-Stadt liegen die Stadt Basel und die Gemeinden Riehen und Bettingen. Es gibt viele wunderschöne Wohnquartiere in den 19 Stadtvierteln von Basel. Rund 85 % der Einwohnerinnen und Einwohner von Basel sind Mieter. Wohnungen werden meistens unmöbliert vermietet, jedoch mit voll ausgestatteten Küchen und Badezimmern. Durch die Erschliessung ehemaliger Industrie- und Infrastrukturflächen als Wohngebiete sowie durch eine Verdichtung der Büroflächen wird sich die Stadtentwicklung beschleunigen, denn Basel will noch familienfreundlicher und attraktiver für die Menschen werden, die hier arbeiten.

Metropolitanraum Basel

Grenzüberschreitende Integration

Wer bei der Landung am EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg aus dem Fenster schaut, erkennt sofort: Basel und die umliegenden Städte haben sich über die Grenzen zu Frankreich und Deutschland hinaus entwickelt und bilden einen Metropolitanraum. Dicht bebaute Quartiere folgen dem Lauf der Flusstäler und den Hauptverkehrsachsen, sodass Landesgrenzen aus der Luft nicht mehr erkennbar sind.

Trinationaler Eurodistrikt Basel

Auf der Schweizer Seite umfasst der Trinationale Eurodistrikt Basel den Kanton Basel-Stadt, den Kanton Basel-Landschaft, das Fricktal im Kanton Aargau und die Bezirke Thierstein und Dorneck im Kanton Solothurn. In Deutschland gehören der Landkreis Lörrach und die Städte Wehr und Bad Säckingen zum Eurodistrikt. Und in Frankreich beinhaltet der Trinationale Eurodistrikt die Agglomeration Saint-Louis. Rund 900 000 Menschen wohnen zurzeit in dieser Region. Rund ein Viertel von ihnen wohnt in der Stadt Basel.

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Kanton Basel-Stadt und seine Gemeinden

Basels grenznahe Nachbargemeinden

Neben der Stadt Basel gehören zwei Gemeinden, Riehen und Bettingen, zum Kanton Basel-Stadt. Beide liegen im Norden der Stadt, direkt an der deutschen Grenze. Und beide haben ihre ganz eigenen Qualitäten.

Riehen – eine Kleinstadt zwischen Stadt und Grenze

Riehen zählt rund 21 000 Einwohnerinnen und Einwohner und ist somit eine Kleinstadt. Noch immer herrscht ihr dörflicher Charakter vor; sie verfügt über ein eigenes reiches kulturelles und soziales Angebot. Wie die übrigen 2 700 Gemeinden der Schweiz ist Riehen autonom: Riehen erhebt eigene Steuern, hat ein eigenes Parlament, den Einwohnerrat, und eine Exekutive, den Gemeinderat. Riehen bietet viel grüne Natur und ist als Wohngegend bei Familien sehr beliebt.
Die Fondation Beyeler, in dem die Kunstsammlung Beyeler (Kunst des 20. Jahrhunderts) untergebracht ist, zieht Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt an. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die mittelalterliche Kirchenburg (die spätgotische Dorfkirche), das Gemeindemuseum und die prächtigen Villen Wenkenhof und Bäumlihof.

Bettingen – ein Dorf hoch über Basel

Die Kirche St. Chrischona liegt auf dem höchsten Punkt des Kantons Basel-Stadt auf 522 Metern über Meer. In der Nähe der Kirche befindet sich der Fernsehturm St. Chrischona, mit 250 Metern Höhe das höchste freistehende Bauwerk der Schweiz. Beide Bauwerke gehören zur Gemeinde Bettingen, der zweiten – sehr kleinen – ländlichen Gemeinde des Kantons Basel-Stadt, die rund 1 200 Einwohnerinnen und Einwohner zählt. Bettingen wird oft liebevoll als Basels Bergdorf bezeichnet. Bei guter Wetterlage kann man von hier aus die Alpen sehen. Das Dorf ist von herrlichen Wäldern und fruchtbarem Ackerland umgeben, was es zu einem beliebten Naherholungsgebiet der Stadt macht.

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Basel und seine Stadtviertel

Idyllisches, ländliches Leben auf dem Bruderholz
(© Kanton Basel-Stadt

Überblick

Die Stadt Basel ist in 19 Stadtviertel unterteilt, jedes mit ihrem eigenen Charakter. Im Herzen der Stadt liegt die mittelalterliche Altstadt. Als sich die Stadt im 19. Jahrhundert erstmals über die Stadtmauern hinaus ausdehnte, wurden wunderschöne Wohnstrassen gebaut. Jedes Viertel verfügt über mindestens einen Park und zahlreiche Spielplätze. Im Osten und Süden des Stadtzentrums liegen mehrheitlich Wohnviertel mit vielen freistehenden Häusern inmitten von Gärten und Grünflächen. Einige Viertel im Norden und Westen der Stadt sind eher urban-industriell und werden von grenzüberschreitenden Hauptverkehrsachsen durchquert.

Altstadt und alte Wohngebiete

Die wunderschöne mittelalterliche Altstadt rund um den Münsterhügel, der Spalenberg und die Kleinbasler Seite des Rheins sind weitgehend erhalten und unberührt geblieben. Hier stehen viele Kirchen und ehemalige Klöster, die Gassen sind schmal. Die heutige Altstadt, die ungefähr dem Stadtzentrum entspricht, war früher von einer befestigten Stadtmauer umgeben. Unmittelbar daran anschliessend befinden sich die alten Vororte.
Heute zeigen sich diese Viertel ganz anders: Hauptverkehrsachsen liegen neben modernen Bürohäusern sowie Gross- und Einzelhandelsunternehmen, umgeben und durchdrungen von ruhigen Seitenstrassen. Es gab eine zweite und grössere Befestigungsmauer, die 1860 abgerissen wurde. Die darauffolgende Ausdehnung der Stadt über diese Grenze hinaus ist auch heute noch erkennbar: Die meisten Gebäude aus dieser Zeit sind drei- bis vierstöckige Reihenhäuser mit Balkonen, Innenhöfen und Gärten. Dies sind typische Basler Bauten, die auch heute noch sehr beliebte und attraktive Wohnhäuser sind.

Die beliebtesten Wohnviertel

Platz eins bei der Beliebtheit fürs Wohnen besetzen die Rheinufer, das St. Alban-Viertel in Grossbasel, Wettstein in Kleinbasel, Gellert mit seinen vielen alten, vornehmen Villen sowie Bachletten gleich beim Zoo. Am südlichen Stadtrand auf einem Hügel liegt das Bruderholz-Quartier. Wohnungen und Häuser gibt es in allen Grössen und Preislagen. In jedem Wohnviertel wurde mit Erfolg dafür gesorgt, dass viele Bäume und Grünflächen erhalten blieben. Die Lebensqualität in diesen Vierteln wird durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h und manchmal auch 20 km/h noch weiter erhöht.

Wo wohnen?

Bei der Wahl des Viertels sind ein paar Faktoren sicher wichtig: die Nähe zum Arbeitsplatz, zu den Schulen und zu öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Tram, S-Bahn). Die meisten Neuzuziehenden schätzen die kurzen Distanzen und den hervorragenden ÖV in Basel – eigentlich kann das Auto fast immer zu Hause bleiben. Ebenfalls wichtig: die Stimmung in der Nachbarschaft oder auch die Wohnungsnachbarinnen und -nachbarn im Haus (Familien mit Kindern, verschiedene Altersgruppen und kulturelle Hintergründe).

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Kaufen oder mieten?

Mieten

Rund 85 % der Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Basel-Stadt wohnen in Häusern und Wohnungen zur Miete. Die Rechte der Mieterinnen und Mieter sind streng geschützt. Wohnungen und Häuser werden meistens unmöbliert vermietet, sind aber mit voll ausgestatteten Küchen und Badezimmern versehen. In Mehrfamilienhäusern gibt es eine gemeinschaftlich genutzte Waschmaschine mit Trockenraum. Die Kündigungsfrist für Wohnungen beträgt meistens drei Monate, während Häuser oft für längere Zeiträume vermietet werden. Der durchschnittliche Nettomietpreis von Ein- bis Zwei-Zimmerwohnungen liegt bei rund 700 bis 1000 Franken, die Nettomieten von Drei- bis Fünf-Zimmerwohnungen zwischen 1200 und 2200 Franken. Die Zimmerzahl bezieht sich dabei auf alle Zimmer ohne Küche und ohne Nassräume. Die Miete wird explizit «inklusive» oder «exklusive» Nebenkosten ausgeschrieben. Die Nebenkosten umfassen Heizung, Strom, Warm- und Kaltwasser und manchmal auch Gas und Kabelfernseh-Anschlüsse.
Vermieterinnen und Vermieter verlangen üblicherweise mindestens eine Monatsmiete als Mietkaution sowie den Abschluss einer Privathaftpflicht- und Hausratversicherung. Oft wird auch ein Auszug aus dem Betreibungsregister verlangt. Dieser kann per E-Mail angefordert oder direkt beim Betreibungsamt abgeholt werden. Es gibt eine ganze Reihe kostenloser Unterkunfts-Suchmaschinen. Faustregel für die Berechnung des Wohnungsbudgets: Die Mietkosten sollten 25 % des gesamten Haushaltseinkommens nicht überschreiten. Jeder Wohnungswechsel muss dem Einwohneramt gemeldet werden.

Kaufen

Wer plant, länger in Basel zu bleiben, könnte auch den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung in Betracht ziehen. Fast alle Banken bieten Hypothekardarlehen an. Käuferinnen und Käufer müssen Eigenmittel von mindestens 20 % des Kaufpreises beisteuern. Damit ein Kaufvertrag Gültigkeit hat, muss er notariell beglaubigt sein, und der Handwechsel muss im Grundbuch eingetragen werden. Für Ausländerinnen und Ausländer, die in der Schweiz ein Grundstück erwerben möchten, gelten besondere Gesetze und Bestimmungen: Kaufinteressierte ohne Niederlassungsbewilligung müssen den Kauf zuerst durch die zuständigen Behörden genehmigen lassen.

Haustiere

Mieterinnen und Mieter müssen sich beim Vermieter oder der Vermieterin erkundigen, ob und welche Haustiere erlaubt sind.

Suchmaschinen für Häuser und Wohnungen

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Sicher und sauber

Sicher …

In Basel gibt es im internationalen Vergleich nur wenig Kriminalität, und die Einwohnerinnen und Einwohner fühlen sich in ihrer Stadt sicher. In der Stadt gibt es acht Polizeiposten und -wachen, und die Polizei patrouilliert regelmässig in allen Vierteln. Ausserdem unterstützt sie die  kriminalpräventive Arbeit an Schulen und führt Verkehrserziehungskurse für Schulkinder durch.

…und sauber

In der ganzen Stadt gibt es viele öffentliche Abfallbehälter und Abfallsammelstellen. Für den Hausmüll müssen spezielle Müllsäcke verwendet werden, in deren Preis die Müllabgabe enthalten ist. Dieser blaue «Bebbi-Sagg» («Bebbi» = Baslerin, Basler, «sagg» = Sack, Tüte) ist in allen grösseren Supermärkten erhältlich. Hausmüll wird zweimal wöchentlich eingesammelt. Die «Bebbi-Sägg» können am Vorabend vor dem Haus am Strassenrand abgestellt werden. Für grössere Entsorgungsobjekte ist ein spezieller Aufkleber erforderlich, die sogenannte Abfallvignette, die ebenfalls in den Supermärkten erhältlich ist.
Die Einwohnerinnen und Einwohner Basels werden dazu ermutigt, so viel wie möglich zu recyceln: Papier und Karton sowie Metall müssen getrennt entsorgt werden. Diese werden kostenlos gemäss einem separaten Abfuhrplan von zu Hause abgeholt. Glas, Dosen, Aluminium, Batterien und PET-Flaschen müssen an den kostenlosen Sammelstellen entsorgt werden. Für Küchenabfälle gibt es in jedem Viertel eine gemeinsame Kompostanlage. Grössere Objekte (z. B. elektronische Geräte) können bei den Einzelhändlern zur Entsorgung abgegeben werden. Weitere Informationen zur Entsorgung von Abfällen finden sich auf der Webseite des Amts für Umwelt und Energie.

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Haushalthilfe

Wenn Sie beabsichtigen, eine Haushalthilfe oder Nanny einzustellen, müssen Sie sie bei der AHV-Kasse anmelden und AHV-Beiträge bezahlen sowie eine Unfallversicherung abschliessen und prüfen, ob die Person über eine gültige Arbeitsbewilligung verfügt.

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Initiativen für die Zukunft im Kanton Basel-Stadt

Modernes Wohnen am Rheinufer (© Kanton Basel-Stadt)

Stadtentwicklung

In den letzten zwei Jahrzehnten wurden beachtliche Anstrengungen zur weiteren Verbesserung der Lebensqualität und des Wohnstandards in Basel unternommen, insbesondere in den weniger wohlhabenden Quartieren. Mit zahlreichen Projekten werden Erholungs- und Begegnungsräume längs des Rheins geschaffen und Verkehrsberuhigungsmassnahmen in den Wohnvierteln ergriffen.

Neue Wohngebiete

Es wurden viele neue Wohngebiete hauptsächlich für Familien entwickelt und gebaut. Strassen wurden für den Durchgangsverkehr gesperrt und neue Parks gestaltet, wo früher Parkplätze waren. In den letzten Jahren wurden alle öffentlichen Spielplätze modernisiert, erweitert und kindersicherer gemacht. In der Nähe des Badischen Bahnhofs entsteht und wächst zurzeit ein neues Viertel, Erlenmatt, mit Familienwohnungen, einem grossen Park, einem ganz besonderen Spielplatz, vielen Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Restaurants. In der Nähe der französischen Grenze hat sich das Viertel rund um den Voltaplatz zu einem lebhaften Ort mit markanten modernen Gebäuden, neuen Cafés und einem neuen Abenteuerspielplatz entwickelt. Und so geht es weiter: Wohnblocks entlang des Rheins werden gebaut, und die ehemaligen Lagerhallen beim Dreispitz wurden in einen neuen Campus der Hochschule für Gestaltung und Kunst verwandelt sowie mit Museen, Wohnhäusern und Restaurants umgestaltet.

Bauen für die Zukunft

Eine ganze Reihe grösserer Bauprojekte sind in den letzten Jahren abgeschlossen worden, beispielsweise ein komplett neues Geschäftszentrum rund um den Hauptbahnhof SBB. Weitere Beispiele sind der Messebau der Architekten Herzog & de Meuron neben dem Messeturm, der Erweiterungsbau des Kunstmuseums Basel, ein Masterplan für die verlassenen Rheindocks, neue internationale Tram- und Zugverbindungen sowie der Novartis Campus, der Gebäude vieler international anerkannter Architekten umfasst. Das erste von vier neuen Gebäuden von Roche – der Roche-Turm (Bau 1) – wurde 2015 eingeweiht. Mit 178 Metern ist er zurzeit das höchste Bürogebäude der Schweiz. Der zweite Roche-Turm, der 50 Stockwerke aufweisen und 205 Meter hoch sein wird, befindet sich noch im Bau.